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Video-Glossar von A wie AVCHD über bearbeiten - kopieren - schneiden bis zu V wie Video8

  • AVCHD - im täglichen Sprachgebrauch ist ein modernes digitales Aufzeichnungsformat gemeint, im wesentlichen für hochauflösende Videos. AVC steht für Advanced Video Coding - s. auch "H.264" und "Codec"
  • Blu-ray Disc (BD) - Aktuelles Medium mit hoher Speicherkapazität für Vertrieb und Aufzeichnung von Multimedia-Inhalten, insbesondere von hochauflösenden Videos, setzt zum Abspielen einen Blu-ray-Player voraus. Der Name leitet sich von "blue ray" ab, was auf den zum Schreiben und Lesen verwendeten violetten ("blauen") Laserstrahl zurückgeht. Aus markenrechtlichen Gründen wird das englische Wort für blau absichtlich orthografisch falsch geschrieben.
  • Codec - eine Kombinationswort aus coder und decoder (Kodierer/Dekodierer); im umgangssprachlichen Gebrauch meint man eine Hard- oder Software, die Bild-Ton-Signale digital aufbereitet. Beispiel: ein Camcorder kodiert Bild- und Tonsignale in einem bestimmten Format und speichert sie auf einem Chip; zur Wiedergabe werden die aufgezeichneten Daten wieder dekodiert (gewissermaßen wiederhergestellt), damit sie am Fernsehbildschirm oder auf dem PC in einem "Player" angezeigt werden können.
    Ziel eines Codecs bei der Videoaufnahme ist es, die ungeheure Datenflut durch Rechenalgorithmen so zu verringern, dass möglichst wenig Speicher benötigt wird und gleichzeitig die Bildqualität gut ist.
  • Digital8 - siehe Video8
  • Digitalisieren, Digitalisierung - Im Zusammenhang mit Videobändern (und auch Audiobändern) versteht man darunter das Umwandeln analoger Aufzeichnungen in das Digitalformat. Das Digitalformat wird zur Weiterverarbeitung am Computer benötigt und ist Voraussetzung zur Abspeicherung auf modernen Medien wie Festplatte, DVD und Blu-ray Disc.
    Beispielsweise ist das "Kopieren von VHS-Bändern" in der Praxis eine Digitalisierung - anders bekommt man das Material nicht auf eine DVD.
  • Disk / Disc - steht für Scheibe; gemeint sind hier im Zusammenhang sich drehende Datenträger wie CD (Compact Disk), DVD (Digital Versatile Disk), BD (Blu-ray Disc); die Schreibweise ist einerseits amerikanisch (disk), andererseits englisch (disc), im Deutschen häufig Disk.
  • DVD - kurz für: Digital Versatile Disk (soviel wie: vielseitige digitale Scheibe), aktuelles Medium für Vertrieb und Aufzeichnung von Multimedia-Inhalten in den SD-Formaten, ist aber auch für kurze Videos im Blu-ray-Format geeignet (setzt dann aber zum Abspielen einen Blu-ray-Player voraus). Einschichtige DVDs fassen rund 4,3 GB Daten, zweischichtige (double layer, DL) rund 7,9 GB, wodurch sich bis zu 3,5 Stunden Video-Material in SD-Qualität unterbringen lässt.
  • H.264 - genauer: H.264/MPEG-4 AVC oder MPEG-4/AVC; ist ein Standard für eine sehr effektive Videokompression, die u.a. von modernen Camcordern genutzt wird, insbesondere im HD-Bereich. AVC = Advanced Video Coding: will ausdrücken, dass ein H.264/MPEG-4-Codec effektiver komprimiert als sein Vorläufer MPEG-4, also mehr Inhalt bei gleicher Qualität auf einem Speicher unterbringt.
  • HD - Abk. für High Definition, hochauflösend, 16:9-Format, wie HD-ready oder Full HD am Fernseher; das Gegenstück ist SD/Standard Definition.
  • HDV - zu AVCHD konkurrierendes HD-Aufzeichnungsverfahren mit MPEG2-Kodierung
  • Hi8 - siehe Video8
  • Mini Blu-ray Disc, auch DVD/BD - Eine DVD, die mit rotem Laser beschrieben wird, aber eine Blu-ray Datenstruktur enthält und nur auf geeigneten Blu-ray-Playern abgespielt werden kann; preiswerte Alternative zu derzeit (07/2010) teuren Blu-ray Disc   (einmalig beschreibbare Qualitäts-BD-R ca. 7,- 10,- EUR, mehrfach beschreibbare BD-RE ca. 15 bis 25 EUR pro Stück); auf eine Mini-Blu-ray Disc(Single Layer DVD) passen maximal 30 min Video in akzeptabler Qualität.
  • miniDV: - ein Bandkassetten-Format für die Videoaufzeichnung nach dem Digital Video (DV) Standard, gedacht für dem Amateur- und Semiprofibereich; lieferte seiner Zeit gute Bilder für kleines Geld. Der große Bruder, die DV-Kassette fand wegen der guten Qualität von Digital Video und entsprechende Kameras Eingang in den Profi-Bereich.
  • miniDVD wie DVD, jedoch kleinerer Durchmesser; Verwendung u.a. für Videoaufzeichnung bei Camcordern.
  • MPEG2/MPEG-2 - ein Standard, im Sprachgebrauch ein Videoformat, überspannt mehrere Normen und Formatgrößen bis hin zu HD
  • MPEG4/MPEG-4 - ein Standard, im Sprachgebrauch ein Videoformat, das starke Kompression und damit kleine Dateien zulässt; zu starke Kompression erzeugt sichtbare Bildfehler; Nachfolger: H.264/MPEG-4 AVC
  • PAL - das aktuelle analoge Fernseh-Sendeformat mit 576 (sichtbaren) Zeilen, überträgt sowohl 4:3 als auch das 16:9-Format
  • SD/Standard Definition - normale Video-Auflösung wie "PAL-Fernsehen", 16:9 oder 4:3-Format; das Gegenstück ist HD/High Definition
  • SD/Secure Digital Memory Card - Form und Format einer viel verwendeten Speicherkarte, inzwischen auch in den Versionen SDHC (SD High Capacity) und SDXC (SD eXtended Capacity); miniSD und microSD sind Verwandte mit kleinerer Baugröße; sogen. Geschwindigkeitsklassen beschreiben den Datendurchsatz: je größer die Anforderungen sind, z.B. bei der Aufzeichnung von HD-Videos, desto höher muss die Klasse sein.
    Die Firma Sony sieht bei ihren Geräten die Verwendung der hauseigenen Memory Sticks vor, die nicht baugleich mit SD-Karten sind.
  • SD-DVD - DVD in Standard Definition, Bildauflösung wie "PAL-Fernsehen", 16:9 oder 4:3-Format
  • S-VHS - Super Video Home System, das bessere VHS-System mit gleichen Kassetten-Maßen, das aber wegen höherer Kosten für Geräte und Bänder kaum in privaten Haushalten zu finden war. Video-Filmer wussten es jedoch wegen der guten Bildqualität zu schätzen.
  • S-VHS-C - ist die kleinere Kassettenform von S-VHS, gedacht für Camcorder
  • Transcodierung - Direktes Umwandeln von einem Videoformat in ein anderes. Beispiel: ein Camcorder oder Fotoapparat mit Videofunktion nimmt in MPEG-4 auf. Für die Herstellung einer Video-DVD muss das Material in MPEG-2 umgewandelt - also transkodiert - werden.
  • VHS - Video Home System ist ein analoges Aufnahme-/Wiedergabesystem, das im privaten Bereich für Fernsehaufzeichnungen genutzt wurde, heute aber im wesentlichen durch digitale Geräte abgelöst ist.
  • VHS-C - Video Home System Compact ist eine Spielart von VHS. Durch die kleinere Kassette eignete sich VHS-C für kompakte Camcorder; durch die Digitalisierung hat sich das System überholt.
  • Video8 - Ein Bandformat für Camcorder, das parallel zu VHS-C existierte. Die Weiterentwicklung war die Hi8-Kassette, die die gleichen Abmaße hatte und immer noch analog aufzeichnete. Deren Nachfolger Digital8 behielt die Bauform, zeichnete aber mit entsprechenden Camcordern digital im Digital Video Standard auf - bessere Bildqualität war das überzeugende Ergebnis.
  • Videokopie, Videosicherung - Videobänder altern - das ist Physik, keine Panikmache. In der Auswirkung am schlimmsten betroffen sind analoge Video-Bänder (z.B. VHS, Video8, Hi8). Um die Videos im aktuellen Zustand zu erhalten, überträgt man sie auf einen moderneren Datenträger. Analoges Bandmaterial muss dabei zunächst digitalisiert werden.
    Wenn das Material später noch bearbeitet werden soll, speichert man die Daten in möglichst verlustarmen Videoformaten. Weil dabei große Datenmengen anfallen, verwendet man am besten Festplatten dafür.
    Soll das Material unverändert unmittelbar zum Ansehen benutzt werden, wird es in einem stark komprimierten Videoformat abgelegt. Als Speichermedium reicht dann eine DVD, die bis zu 2 Stunden Video enthalten kann. 
  • 720p - Bildformat für HD-Videos mit 720 Zeilen (HD-ready), dass in voller Größe auf den meisten Computerbildschirmen (Bildschirme mit vertikal 800 Pixeln) anzusehen ist
  • 1080i - Bildformat für HD-Videos mit 1080 Zeilen (Full HD), wird auch von Fernsehern der HD-ready-Generation angezeigt; nicht jeder Computer-Monitor kann die volle Größe darstellen